Geckos: Thailands stille Mitbewohner

Wer schon einmal eine Nacht in Thailand verbracht hat, kennt ihn: diesen markanten, fast rufartigen Laut – ein rhythmisches „Geck-o, Geck-o“, der irgendwo aus der Dunkelheit hallt. Er stammt vom namensgebenden Tier selbst: dem Gecko.
In Thailand sind diese kleinen Echsen allgegenwärtig – flink, scheu und doch erstaunlich zutraulich. Manche Geckos lassen sich sogar aus der Nähe beobachten, und nicht selten erzählen Reisende, dass einer ganz ruhig auf ihrer Hand sitzen blieb – fast so, als wüsste er, dass er hier willkommen ist.

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Was sind Geckos überhaupt?

Geckos sind kleine Echsen mit faszinierender Kletterfähigkeit. Dank ihrer speziellen Haftlamellen an den Füßen können sie sich mühelos an glatten Oberflächen bewegen – sogar kopfüber an der Decke.
In Thailand begegnet man vor allem dem Hausgecko, im Thai „Jing Jok“ (จิ้งจก) genannt. Er ist nachtaktiv, liebt Lichtquellen (wo sich Insekten sammeln) und fühlt sich in menschlicher Nähe wohl.

Warum sie in Thailand so verbreitet sind

Das tropische Klima Thailands bietet ideale Bedingungen: warme Temperaturen, hohe Luftfeuchtigkeit und reichlich Nahrung. Geckos sind hier praktisch überall zu Hause – in Wohnhäusern, Restaurants, Resorts oder selbst in Tempeln.
Für viele Thais ist das kein Grund zur Sorge, sondern sogar ein gutes Zeichen: Ein Haus mit Geckos gilt als „lebendig“ und in Balance mit der Natur.

Der Gecko als willkommener Gast

In der thailändischen Kultur wird der Gecko als Schutzgeist und Glücksbringer angesehen.
Sein Erscheinen gilt als gutes Omen – manche glauben, dass ein Gecko, der in der Nähe bleibt, negative Energien vertreibt und Glück und Wohlstand bringt.
Manche Thais achten sogar auf den Zeitpunkt oder die Richtung, aus der ein Gecko ruft – das kann als spirituelles Zeichen für kommende Ereignisse gedeutet werden.

Umwelttechnische Rolle

Neben seiner symbolischen Bedeutung erfüllt der Gecko auch eine ganz praktische Funktion: Er ist ein natürlicher Schädlingsbekämpfer.
Mücken, Fliegen, Ameisen oder kleine Spinnen – all das steht auf seinem Speiseplan. Gerade in einem tropischen Land wie Thailand, wo Insekten Teil des Alltags sind, ist der Gecko ein stiller Helfer, der ganz ohne Chemie für ein angenehmes Gleichgewicht sorgt.

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Zwischen Mythos und Alltag

Ob er nachts ruft, beim Abendessen an der Wand entlang huscht oder neugierig unter der Lampe hervorlugt – der Gecko gehört in Thailand einfach dazu.
Und wer ihn nicht als Störenfried, sondern als stillen Wächter betrachtet, wird schnell merken: Diese kleinen Echsen sind mehr als nur Mitbewohner. Sie sind ein Symbol dafür, wie eng Natur und Alltag hier miteinander verbunden sind.